Beatles For Sale
Freitag, 18. September 2009, 11:37
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Würden Beatles iPod hören?

Darauf scheint die Welt gewartet zu haben: Die Alben der Beatles gibt es endlich digital überarbeitet! Angeblich sollen sie jetzt noch besser klingen, nein, eigentlich hat so noch niemand die Beatles gehört, nein, eigentlich hat niemand jemals WIRKLICH die Beatles gehört, nicht mal die Beatles selbst. Also, liebe Platten- und CD-Besitzer, ihr müsst euch alles noch einmal kaufen. Oder am besten zwei Mal: In Mono und in Stereo. Kosten: Mehr als 300 Euro. Ich muss zugeben, dass ich kurz mit diesem Angebot geliebäugelt habe. Aber wahrscheinlich nur, weil es einem ein wenig das Gefühl gibt, einer Lieblingsband noch immer treu zu sein und auch ihre neuesten Erzeugnisse brav zu kaufen. Etwas Neues von den Beatles? Nein, nicht wirklich. Ich werde wieder vernünftig, schüttle als Fan nur den Kopf über diese Aktion und denke mir: Wer braucht so etwas? Anscheinend denken viele andere Hörer nicht so wie ich: Die neuen Beatles-Platten sind der Renner, die Stereo-Box in den Top Ten der Amazon-Beststeller. Dafür gibt es die Fab Four – aufgrund von Rechtsstreitigkeiten – immer noch nicht als legal käuflichen MP3-Download. Die digitalen Beatles sind doch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Aber jetzt mal ehrlich: Wer kann auf seinem iPod schon den Unterschied zwischen den alten und den neuen Platten erkennen, geschweige denn genießen? Die neuen Versionen sind für gute Stereo-Anlagen und anständige Kopfhörer gemacht, nicht für billige Ohrstöpsel. Böse Zungen sprechen von Geldmacherei. Mag sein, dass da etwas dran ist. Ein bisschen Schadenfreude kommt trotzdem auf: Liebe iTunes-Junkies, das habt ihr nun davon! ;-)

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Ode an den Silberling
Samstag, 18. Juli 2009, 17:44
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cd_ade

Das MP3-Zeitalter scheidet die Musikhörer in zwei Extreme: Während für die einen der iPod Ausdruck einer Lebensphilosophie ist, zeugt die Vinylschallplatte von Coolness und Nostalgie. Selbst die Kassette erlebt im 20. Jahr des Walkmans ein Revival als “Kult”. Nur die Compact Disc bekommt von allen Seiten Schläge. Jüngst sogar in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die CD ist nichts weiter als eine billige Beilage für Zeitschriften geworden. Ein “feiger Kompromiss aus mittlerer Handlichkeit und zerbrechlichem Plastik” (FAS vom 12.7.2009). Die CD befindet sich irgendwo zwischen mobilem Medium und Digitalisierung.

Puristen haben schon immer gegen die CD geunkt. Nun wird ihnen Recht gegeben: Ein Hoch auf das Vinyl, nieder mit dem Polycarbonat – das ist der derzeitige Tenor. Wer die Musikindustrie anklagt, der prophezeit auch gerne den Untergang ihres Mediums Nummer Eins, der CD. Immer noch seien die Medien zu teuer, heißt es. Und so erfreut sich der legale Download zu Centpreisen immer größerer Beliebtheit. Man kann es niemandem verübeln. Es stimmt: CDs werden verramscht. Aber das muss nicht sein. Es gibt viele positive Gegenbeispiele.

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