
Der ewige Dreijährige wird 50: Als Oskar Matzerath im Jahr 1959 das Licht der literarischen Welt erblickte, sorgte er für Furore. Günter Grass’ Erstlingsroman schlug ein – und sein Nachbeben ist noch heute zu spüren. Zum Jubiläum hat der Steidl-Verlag das Buch nun neu aufgelegt, mit zwei Schutzumschlägen, die sowohl das Titelmotiv der Erstauflage als auch ein neues Motiv zeigen, und einem Beiheft mit Stimmen aus der 50-jährigen Rezeptionsgeschichte. Eine gebührende Feier des Buches, eine immer noch lohnende Investition für den Bibliophilen. Was macht dieses Buch nach einem halben Jahrhundert immer noch lesenswert? Ein Versuch.
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Wie erfreulich: Die Frankfurter Rundschau hat ein Gespräch mit Günter Grass abgedruckt. Da greift man doch besonders gerne zur besten Zeitung der Welt und liest die vier Seiten, die dem Literaten gewidmet sind. Doch die Lektüre gestaltet sich ziemlich unbefriedigend. Fazit: Aus Lübeck (fast) nichts Neues.