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Premiere im Schauspiel Frankfurt: Der Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat das “Weiße Album” der Beatles ins Deutsche übertragen, Regisseur Florian Fiedler hat es auf der Bühne inszeniert. Herausgekommen ist eine Mischung aus Live-Konzert und Theater. “Das Weiße Album” ist die Bühnenshow, die “Sgt. Pepper” zu sein nur vorgibt.

Darauf scheint die Welt gewartet zu haben: Die Alben der Beatles gibt es endlich digital überarbeitet! Angeblich sollen sie jetzt noch besser klingen, nein, eigentlich hat so noch niemand die Beatles gehört, nein, eigentlich hat niemand jemals WIRKLICH die Beatles gehört, nicht mal die Beatles selbst. Also, liebe Platten- und CD-Besitzer, ihr müsst euch alles noch einmal kaufen. Oder am besten zwei Mal: In Mono und in Stereo. Kosten: Mehr als 300 Euro. Ich muss zugeben, dass ich kurz mit diesem Angebot geliebäugelt habe. Aber wahrscheinlich nur, weil es einem ein wenig das Gefühl gibt, einer Lieblingsband noch immer treu zu sein und auch ihre neuesten Erzeugnisse brav zu kaufen. Etwas Neues von den Beatles? Nein, nicht wirklich. Ich werde wieder vernünftig, schüttle als Fan nur den Kopf über diese Aktion und denke mir: Wer braucht so etwas? Anscheinend denken viele andere Hörer nicht so wie ich: Die neuen Beatles-Platten sind der Renner, die Stereo-Box in den Top Ten der Amazon-Beststeller. Dafür gibt es die Fab Four – aufgrund von Rechtsstreitigkeiten – immer noch nicht als legal käuflichen MP3-Download. Die digitalen Beatles sind doch nicht ganz auf der Höhe der Zeit. Aber jetzt mal ehrlich: Wer kann auf seinem iPod schon den Unterschied zwischen den alten und den neuen Platten erkennen, geschweige denn genießen? Die neuen Versionen sind für gute Stereo-Anlagen und anständige Kopfhörer gemacht, nicht für billige Ohrstöpsel. Böse Zungen sprechen von Geldmacherei. Mag sein, dass da etwas dran ist. Ein bisschen Schadenfreude kommt trotzdem auf: Liebe iTunes-Junkies, das habt ihr nun davon!

Es wurde unzählige Male gesungen und hat sich als fester Bestandteil des Pop etabliert. Nach über 40 Jahren inflationären Gebrauchs fällt es kaum noch auf und erzielt doch Wirkung: Das “Yeah”. Eine kurze Geschichte über ein unscheinbares Phänomen mit großer Sprengkraft.
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