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	<title>The Luke. Entlang des Roten Fadens</title>
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	<description>Der Blog von Lukas Gedziorowski</description>
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		<title>Vorwort statt eines Romans</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 22:21:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[helene hegemann]]></category>
		<category><![CDATA[intertextualität]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[
Lieber Leser,
nachdem ich genug gelesen und auch selbst erlebt habe, schrieb ich einen Roman. Dabei folgte ich dem ästhetischen Prinzip der Intertextualität (näheres dazu bei Julia Kristeva et al.). Um aus gegebenem Anlass der Möglichkeit eines Plagiatsvorwurfs zu entgehen, sehe ich mich genötigt, gleich im Vorfeld meine Quellen zu nennen.

Mein Roman steht irgendwo zwischen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/02/bart1.jpg" alt="Hosen runter: Nackte Tatsachen." title="Hosen runter: Nackte Tatsachen." width="225" height="333" class="aligncenter size-full wp-image-1596" /></p>
<p>Lieber Leser,</p>
<p>nachdem ich genug gelesen und auch selbst erlebt habe, schrieb ich einen Roman. Dabei folgte ich dem ästhetischen Prinzip der Intertextualität (näheres dazu bei Julia Kristeva et al.). Um aus gegebenem Anlass der Möglichkeit eines Plagiatsvorwurfs zu entgehen, sehe ich mich genötigt, gleich im Vorfeld meine Quellen zu nennen.</p>
<p><span id="more-1590"></span></p>
<p>Mein Roman steht irgendwo zwischen den Traditionen des Schelmen- und des Bildungsromans, er lehnt sich sehr an die Blechtrommel an, welche sich wiederum bei Goethe und Grimmelshausen bedient, wobei ich zugeben muss, diese nur in Auszügen gelesen zu haben. Allerdings übernehme ich keine Verantwortung dafür, dass diese Autoren wiederum aus zahlreichen (mir nicht bekannten) Werken abgeschrieben haben. Stattdessen nehme ich mir ein Beispiel an unserer Bundesregierung, das Diebesgut anderer zu verwenden, solange es einem guten Zweck dient &#8211; und dieser mein eigener ist.</p>
<p>In dem Buch kommen folgende Motive vor: Freundschaft (vgl. Gilgamesch usw.), Liebe (vgl. Shakespeare: Romeo und Julia usw.), ein Krieg (vgl. Homer: Ilias usw.), eine Reise (vgl. Homer: Odyssee usw.), Familie (vgl. Thomas Mann: Buddenbrooks), ein Bewusstseinsstrom in Form einer <em>scriptura continu</em>a (vgl. James Joyce: Ulysses usw.) und Tod (vgl. Leben usw.). Zudem sind alle essayistischen Ausführungen über Meeresbiologie Frank Schätzing sowie alle Beschreibungen mittelalterlicher Architektur Umberto Eco und Ken Follett zu verdanken.</p>
<p>Manche Passagen weisen eine starke Ähnlichkeit zu einem Werk der modernen amerikanischen Literatur auf. Es handelt sich um Stellen, die ich selbst frei übersetzt und in meinen Roman eingebaut habe. Doch das ist nicht als Plagiat, sondern lediglich als Hommage an ein Vorbild zu verstehen. Und ist nicht auch die Arbeit eines Übersetzers mit der eines Schriftstellers gleich zu setzen?</p>
<p>Bei aller Inspiration sei eines garantiert: Sämtliche Beschreibungen von Nachtclubs habe ich genauso selbst erlebt und sofort &#8211; nachdem mein Kater abgeklungen und mein Gedächtnis wiedergekehrt ist &#8211; am nächsten Tag aufgeschrieben. Nur die Namen sind verändert. Vor allem den Namen meiner Ex-Freundin, mit der ich in meinem Roman endlich abrechne. Alle übrigen Personen und Handlungen sind frei erfunden. Weitere Ähnlichkeiten mit fiktiven und lebenden Personen sind rein zufällig, wenn auch unvermeidlich. Die Hauptfigur habe ich habe zwar dem Roman &#8220;Fallgruber&#8221; entlehnt, aber dafür vorsorglich in &#8220;Grabfüller&#8221; umbenannt. Hoffentlich werden auch alle die Anspielung verstehen.</p>
<p>Am Schluss habe ich mir ausgemalt, wie wohl ein bestimmtes unvollendeter Roman ausgehen könnte und dieses Ende in meinem eigenen Text verwirklicht. Welcher Roman gemeint ist, habe ich damit markiert, dass eine Figur &#8220;Kafka!&#8221; sagt. Damit dürfte alles klar sein. Es ist durchaus möglich, dass mein Buch noch andere Zitate enthält, von denen ich nichts weiß, da ich noch nicht mit allen Werke der Weltliteratur vertraut bin. Ich bitte um Nachsicht. Anbei finden Sie eine ausführliche Literaturliste. Sollte sich jemand immer noch bestohlen fühlen, so bitte ich, nicht gleich vor Gericht zu ziehen, sondern sich vorher mit mir in Verbindung zu setzen.</p>
<p>Nun, da ich meinen ganzen Roman ausgebreitet habe, fragen Sie sich bestimmt: Was ist denn an dem ganzen Werk Original zu nennen? Sehen sie mein Werk als das eines Kollektivwesens an. Originalität wird sowieso überschätzt. Alle Dichter sind nunmal Lügner &#8211; außer mir, natürlich, der so ehrlich ist, Sie im Voraus über die Mogelpackung zu informieren. Ich bitte um Nachsicht für meine fehlende Einbildungskraft und hoffe, dass sie auch eine Collage zu schätzen wissen und den Künstler trotzdem honorieren, der sich die Mühe gemacht hat, diese zu montieren. Nach aller Vorwegnahme kann ich mir den Roman selbst jetzt sparen: Stellen Sie sich einen unterhaltsamen Schmöker vor, der trotz seiner zahlreichen Unoriginalitäten seine Daseinsberechtigung hat, weil er nützt und erfreut.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Der Autor</p>
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		<title>Metropolis XXL</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 11:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[metropolis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Endlich ist sie wieder da: Die Premieren-Fassung von Metropolis! Die &#8220;Special Extended Edition&#8221;, der &#8220;Director&#8217;s Cut&#8221;, &#8220;Metropolis Naked&#8221; oder einfach nur &#8220;Das Original&#8221; &#8211; aber leider immer noch ohne Ton, Farbe, Computereffekte und 3D. Dafür &#8220;digital remastered&#8221; und eine halbe Stunde länger. Das heißt: Noch langatmiger, noch pathetischer, noch sentimentaler. Gestern Abend feierte er nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/02/metropolis1.jpg" alt="metropolis" title="metropolis" width="500" height="375" class="alignright size-full wp-image-1548" /></p>
<p>Endlich ist sie wieder da: Die Premieren-Fassung von Metropolis! Die &#8220;Special Extended Edition&#8221;, der &#8220;Director&#8217;s Cut&#8221;, &#8220;Metropolis Naked&#8221; oder einfach nur &#8220;Das Original&#8221; &#8211; aber leider immer noch ohne Ton, Farbe, Computereffekte und 3D. Dafür &#8220;digital remastered&#8221; und eine halbe Stunde länger. Das heißt: Noch langatmiger, noch pathetischer, noch sentimentaler. Gestern Abend feierte er nach über 80 Jahren seine zweite Premiere. Die Zuschauer wurden Zeugen eines Stücks Filmgeschichte.</p>
<p><span id="more-1546"></span></p>
<p>Wird man sich den Film bald noch einmal auf DVD holen müssen? Handelt es sich um essentielles Material, das aus den Archiven geborgen werden konnte? Ist die Lang-Fassung von Metropolis so bedeutend wie die von &#8220;Herr der Ringe&#8221;? Das werden die Fans entscheiden müssen. Auf jeden Fall ist der Film jetzt so, wie er gedreht und nicht wie er nachträglich entstellt wurde. Es fehlen nur noch wenige Minuten. Erst jetzt kann man den Film wirklich beurteilen. Bis dato waren alle Kritiken, die nicht die Uraufführung zur Grundlage hatten, ebenso fragmentarisch wie der Film.</p>
<p>Fritz Langs Stummfilmklassiker ist noch immer kein guter Film. Interessant ist er allemal. Seine Qualitäten sind historisch: Metropolis zeigt die Filmkunst der Zwanziger auf dem Höhepunkt ihrer Möglichkeiten. Metropolis überwältigt vor allem durch seine Kolossalität, die sich in den Bauten, den Modellen und anderen visuellen Effekten zeigt. Metropolis ist der Avatar der Weimarer Republik. Beide Filme sind mehr fürs Auge als fürs Hirn angelegt und setzen lieber auf das Emotionale. &#8220;Mittler zwischen Hirn und Hand ist das Herz&#8221;, lautet die Moral bei Metropolis und kommt damit genauso plakativ daher wie die Öko-Friedens-Botschaft von Avatar.</p>
<p>Doch Metropolis ist auch als Zukunftsvision interessant. Die anfangs dargestellte Dystopie einer hierarchisch gegliederten Welt, in der Maschinen den Takt angeben und deren Glanz auf der Arbeit der Unterschicht aufbaut, ist aus heutiger Sicht zwar nichts neues, aber sie nimmt in Metropolis ihren Anfang. In der Stadt bestimmt die Wirtschaft die Politik, die Hohe Gesellschaft schwelgt in Dekadenz, während die Arbeiter zu einem Rädchen im Getriebe deklassiert werden. Der Mensch wird selbst zur Maschine, zum Maschinenmenschen. An diesem Höhepunkt eskaliert die Ordnung im Klassenkampf. Die Versöhnung der beiden Sphären zum Schluss ist das Utopischste an dem Film, den die Geschichte längst eingeholt hat.</p>
<p>So bleibt Metropolis ein ambivalenter Film: Einerseits ein Zeugnis seiner Zeit und seiner Kunst, zugleich visionär und fortschrittskritisch; andererseits viel zu plump und naiv. Metropolis bewegt sich ständig auf dem schmalen Grat zwischen Kunst und Kitsch. Gerade wegen dieser Ambivalenz, die genausogut für die Epoche steht, in der der Film entstanden ist, ist Metropolis immer noch sehenswert. Nicht zuletzt auch wegen seines Einflusses in die Bildersprache, die fest in unserem kulturellen Gedächtnis verankert ist.</p>
<p>Am spannendsten dürften die Geschichten um den Film herum sein: Seine Entstehung, seine Wirkung und Rekonstruktion.</p>
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		<title>Alles echt!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 11:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[airen]]></category>
		<category><![CDATA[axolotl roadkill]]></category>
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		<category><![CDATA[helene hegemann]]></category>
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		<description><![CDATA[
Der Schwachsinn geht weiter: In der Debatte um Helene Hegemanns &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; hat die FAZ heute den Autor der Plagiatsvorlage herbeizitiert, einen Blogger namens &#8220;Airen&#8221;. Ein anderer Blogger, &#8220;Glam&#8221;, schiebt in der selben Ausgabe ein Manifest des Bloggens hinterher. &#8220;Echt&#8221; ist das Wort der Stunde. Eine Entgegnung.

&#8220;Ein guter Blog zeichnet sich vor allem durch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/02/allesecht.jpg" alt="Alles echt? Alles Käse!" title="Alles echt? Alles Käse!" width="500" height="283" class="alignright size-full wp-image-1580" /></p>
<p><strong>Der Schwachsinn geht weiter: In der Debatte um Helene Hegemanns &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; hat die FAZ heute den Autor der Plagiatsvorlage herbeizitiert, einen Blogger namens &#8220;Airen&#8221;. Ein anderer Blogger, &#8220;Glam&#8221;, schiebt in der selben Ausgabe ein Manifest des Bloggens hinterher. &#8220;Echt&#8221; ist das Wort der Stunde. Eine Entgegnung.</strong></p>
<p><span id="more-1574"></span></p>
<p>&#8220;Ein guter Blog zeichnet sich vor allem durch eine Qualität aus: Echtheit.&#8221; So darf heute der Blogger &#8220;Glam&#8221;, alias Volker Ludewig, im Feuilleton der FAZ schreiben. Menschen sollen offen über ihr &#8220;Leben und Erleben&#8221; berichten und dabei &#8220;Authentizität&#8221; durchscheinen lassen. &#8220;Fangen Sie an zu bloggen &#8211; Sie werden sehen, das Mitteilungsbedürfnis wird zur Lawine.&#8221; &#8211; In der Medizin nennt man das auch Logorrhoe, Sprachdurchfall. Und den Betroffenen zuzuhören, ist meistens kein Vergnügen.</p>
<p>Die kränkelnde Metapher einmal beiseite gelassen, ist es auch so haarsträubend genug, wie sich die Einfalt in einer der besten Zeitungen der Welt breit machen darf. Einerseits trennt der Autor Literatur und Blogs, indem er jene als erfunden, diese aber als &#8220;echt&#8221; definiert. Andererseits nennt er Blogs dann doch Literatur, aber eben eine, die &#8220;Wahrheit abbildet&#8221;, die &#8220;das Leben in glorioser Echtheit beschreibt&#8221;. Blogger sollen die Wahrheit schreiben und wer fabuliert, der lügt. &#8220;Man entwickelt ein Gespür dafür, wer die Wahrheit schreibt und wer fabuliert. Wer fabuliert fliegt auf, es ist ähnlich wie bei denen, die stehlen.&#8221;</p>
<p>Natürlich dürfen Seitenhiebe auf Helene Hegemann nicht fehlen: Blogger geben angeblich ihre Quellen an. In der &#8220;Copy-Paste&#8221;-Kultur des Internets ist eine solche Behauptung fraglich. Vor allem, da alles, was digital ist, auch kostenlos zu sein hat. Diese Kultur verfolgen auch die Blogs. Aber in der &#8220;Blog-Sphäre&#8221; entstehe Intertextualität, laut &#8220;Glam&#8221;,  durch &#8220;wissentliches willentliches gegenseitiges Inspirieren&#8221;. Fragt sich nur, wie sie sonst entstehen kann? Auf jeden Fall würden nicht &#8220;echte&#8221; Textpassagen &#8220;zwecks Authentizierung der eigenen Fiktion&#8221; kopiert werden. Sie seien &#8220;keine Word-Bastelvorlage für Autoren, deren Fähigkeiten für die Schöpfung einer glaubhaften fiktiven Realität nicht ausreichen.&#8221; Das Fazit: &#8220;Selber leben! Selber schreiben! Echt SEIN, nicht originell.&#8221; Demnach hätten Textmonteure wie Thomas Mann oder Alfred Döblin, eigentlich alle Literaten, keine literarische Daseinsberechtigung.</p>
<p>Das Spielchen, das die FAZ vor einigen Tagen begonnen hat, geht munter weiter: Wieder wird die Qualität von Literatur an Erfahrungen des Autors festgemacht. Wieder werden Kunst und Literatur unzulässig miteinander vermischt. Was man nicht selbst erlebt hat, ist demnach auch literarisch nichts wert. Auch Airen, so heißt es im Interview in der FAZ, habe alles so erlebt, wie er es in seinem Roman &#8220;Strobo&#8221; beschreibe. Zwar seien alle Namen darin erfunden, die Geschichten ein paar Tage nach den Erlebnissen &#8220;nachgebildet&#8221; und der Anspruch &#8220;authentisch&#8221; zu schreiben sei ohnehin unerfüllbar. Aber trotz dieser (nicht ungewichtigen) Einschränkungen sei alles ECHT. Airen entkräftet sich selbst, wenn er sagt, sich beim Schreiben an das Gefühl der &#8220;Originalerfahrung&#8221; nur annähern zu wollen. Das Gleiche ist eben nicht das Selbe.</p>
<p>Der einzige vernünftige Satz von &#8220;Glam&#8221; betrifft die &#8220;großen Autoren&#8221;, also die gedruckten Literaten: &#8220;Sie erfinden eine Realität, in die der Leser eintaucht, die er als wahr akzeptiert.&#8221; Der Autor übersieht dabei, dass die Leser seines Blogs ebenso verfahren. Texte sind immer fiktional, sind inszeniert, sind Kunst-Produkte. Es gibt einen Unterschied zwischen Wahrheit und Realität. Und diese Differenz denkt man beim Lesen mit. Texte spielen immer in einer virtuellen Realität, können aber trotzdem &#8220;Wahrheit&#8221; enthalten. Das ist kein Widerspruch.</p>
<p>Literatur entsteht nicht, wie manche Schwärmer glauben, aus dem Herzen, sondern aus dem Kopf. Schreiben ist zunächst ein Reflexionsprozess, ist immer mittelbar. Man selektiert: Was kommt rein, was nicht? Und man entscheidet: Wie drücke ich etwas aus? Texte sind keine Erlebnisse, sie können höchstens aus ihnen heraus entstanden sein. Aber sie haben mit dem Erlebten schließlich nichts mehr zu tun. Kunst ist selbst dann keine Abbildung, wenn sie eine sein will.</p>
<p>Erlebt die Literatur im Internet eine Rückkehr zum antiken Mimesis-Ideal? Ist die Nachahmung des Lebens das Credo einer neuen Generation von Literaten? Wer so naiv ist, der braucht dringend einmal Nachhilfe in Literaturtheorie. Es täte gut, wenn die Schreiberlinge wüssten, wovon sie sprechen, bevor sie ihre Leser für dumm verkaufen. Das gleiche gilt auch für die Medien. Nach solcher Zeitungslektüre erscheint nicht Hegemann als Schwindler, sondern ihre Kritiker.</p>
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		<title>Tod eines Schwanzlurchs</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 10:49:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[axolotl roadkill]]></category>
		<category><![CDATA[helene hegemann]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fraget nun wen ihr auch wollt mich werdet ihr nimmer erreichen
Schöne Damen und ihr Herren der feineren Welt!
Ob denn auch Werther gelebt? ob denn auch alles fein wahr sei?
Welche Stadt sich mit Recht Lottens der Einzigen rühmt?
Ach wie hab ich so oft die törigten Blätter verwünschet,
Die mein jugendlich Leid unter die Menschen gebracht.
Wäre Werther mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/02/axolotl-1.jpg" alt="axolotl" title="axolotl" width="500" height="397" class="alignright size-full wp-image-1566" /></p>
<blockquote><p><em>Fraget nun wen ihr auch wollt mich werdet ihr nimmer erreichen<br />
Schöne Damen und ihr Herren der feineren Welt!<br />
Ob denn auch Werther gelebt? ob denn auch alles fein wahr sei?<br />
Welche Stadt sich mit Recht Lottens der Einzigen rühmt?<br />
Ach wie hab ich so oft die törigten Blätter verwünschet,<br />
Die mein jugendlich Leid unter die Menschen gebracht.<br />
Wäre Werther mein Bruder gewesen, ich hätt ihn erschlagen,<br />
Kaum verfolgte mich so rächend sein trauriger Geist.</em></p></blockquote>
<p>So klagte Goethe 1788 in seinen <em>Römischen Elegien</em> über den Werther-Kult seiner Zeit. Bis heute wird er von diesem Geist verfolgt, wenn immer noch &#8220;Die Leiden des jungen Werther&#8221; mit denen seines Autors verglichen werden. Und selbst die Autoren von heute bleiben nicht davon verschont, dass ihre Werke nach Autobiografischem abgegrast und als &#8220;Spiegel der Seele&#8221; betrachtet werden. In der Debatte um Helene Hegemanns Roman &#8220;Axolotl Roadkill&#8221; kann man das erneut beobachten: Die Verwechslung von Realität und Fiktion.</p>
<p><span id="more-1565"></span></p>
<p>Was ist passiert? Eine Siebzehnjährige hat einen vielgerühmten Roman geschrieben, nun wird sie des Plagiats bezichtigt. Sie habe aus dem Roman &#8220;Strobo&#8221; eines Autors namens &#8220;Airen&#8221; abgeschrieben. In der zweiten Auflage ihres Buches steht nun eine nachträgliche Danksagung. Nun scheitert das Originalgenie am Urheberrecht. Die FAZ, die zunächst dem neuen Nachwuchswunder zwei große wohlwollende Besprechungen gewidmet hat, schlägt nun ganz andere Töne an.</p>
<p>In der heutigen Ausgabe wird Hegemann als &#8220;Produkt&#8221; bezeichnet, als &#8220;jetzt-schock-ich-Euch-mal-Musterware&#8221;. Und es wird die Frage aufgeworfen, ob das Buch &#8220;gar kein Individuum zum Autor hat, sondern das Kulturestablishment selber, das sich so ein Wunderkind vorstellt&#8221;. Schließlich könne sich eine so junge Person gar nicht so viel Hintergrundwissen angelesen haben, vielleicht habe auch der Vater geholfen, der Dramaturg und Texte-Arrangeur der Berliner Volksbühne ist, und &#8220;ihr solche Stellen hineingeschrieben&#8221;.</p>
<p>Nicht viel besser, wenn auch wohlwollender, klingt das am Tag zuvor: Hegemann berichte von Erfahrungen, die sie nicht selbst gemacht haben könne, &#8220;weil sie beispielsweise für den bekannten Berliner Technoclub &#8216;Berghain&#8217;, in den man erst mit einundzwanzig hineinkommt, zu jung ist.&#8221; Die Erfahrungen des Autors &#8220;Airen&#8221; hingegen seien &#8220;echt&#8221;. Die kluge Dichterin habe es lediglich versäumt, die Quellen nachzuweisen, &#8220;aus denen ihrer Selbsterfahrungsprosa strömt&#8221;. Es folgt eine Auflistung der anderen mutmaßlichen Quellen: Salinger, Kerouac, Brinkmann, Rimbaud, Benn, Burroughs, Jünger.</p>
<p>In solchen Besprechungen zeigt sich ein doppelter Unsinn: Erstens wird die Qualität von Literatur daran festgemacht, wie wahrscheinlich und authentisch das Erzählte ist. Die Literatur wird ständig danach abgegrast, was der Autor davon selbst erlebt, was er sich ausgedacht und was er gelesen haben könnte. Zweitens wird der Anspruch gestellt, seine Quellen kenntnlich zu machen, als handle es sich um eine wissenschaftliche Abhandlung mit Fußnoten. Wenn man das immer tun würde, dann gäbe es mehr Fußnoten und Bibliografien als Text. Dann hätten findige Kritiker, Amateurleser und später auch Literaturwissenschaftler kaum noch Vergnügen an der detektivischen Suche nach Verweisen, Zitaten und Anspielungen.</p>
<p>Die Kritiker übersehen, haben vergessen, oder nie gewusst, dass Literatur nichts weiter als ein Netz von Zitaten ist. Das Originalgenie, das immer noch von den Feuilletons kultiviert wird, gibt es nicht. Von daher ist es völlig gleichgültig, ob etwas &#8220;wirklich erlebt&#8221; oder &#8220;selbst ausgedacht&#8221; ist. Texte verweisen immer auf andere Texte, sie funktionieren ohne die Frage nach der Autobiografie des Autors und ohne Fußnoten. Literatur sollte für sich selbst stehen und ob sie gut ist, sollte sich lediglich daran entscheiden, ob sie diesem Anspruch gerecht wird und für sich selbst funktioniert. Eine Behandlung wie die derzeitige erteilt dem Werk eine eindeutige Absage. Goethe hat umsonst geklagt. In über 200 Jahren Literaturgeschichte hat sich nicht viel geändert.</p>
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		<item>
		<title>Das Weiße Album &#8211; Live</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 23:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[beatles]]></category>
		<category><![CDATA[das weiße album]]></category>
		<category><![CDATA[schauspiel frankfurt]]></category>

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		<description><![CDATA[
Premiere im Schauspiel Frankfurt: Der Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat das &#8220;Weiße Album&#8221; der Beatles ins Deutsche übertragen, Regisseur Florian Fiedler hat es auf der Bühne inszeniert. Herausgekommen ist eine Mischung aus Live-Konzert und Theater. &#8220;Das Weiße Album&#8221; ist die Bühnenshow, die &#8220;Sgt. Pepper&#8221; zu sein nur vorgibt.

Im Jahr 1968 hatten die Beatles ihre beste Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/02/beatles_white.jpg" alt="beatles_white" title="beatles_white" width="500" height="477" class="alignright size-full wp-image-1541" /></p>
<p><strong>Premiere im Schauspiel Frankfurt: Der Dramatiker Roland Schimmelpfennig hat das &#8220;Weiße Album&#8221; der Beatles ins Deutsche übertragen, Regisseur Florian Fiedler hat es auf der Bühne inszeniert. Herausgekommen ist eine Mischung aus Live-Konzert und Theater. &#8220;Das Weiße Album&#8221; ist die Bühnenshow, die &#8220;Sgt. Pepper&#8221; zu sein nur vorgibt.</strong></p>
<p><span id="more-1540"></span></p>
<p>Im Jahr 1968 hatten die Beatles ihre beste Zeit hinter sich. Nach dem Konzeptalbum &#8220;Sgt. Pepper&#8217;s Lonely Hearts Club Band&#8221; und der halbherzigen &#8220;Magical Mystery Tour&#8221; schien die Luft raus zu sein. Konzerte gaben die Beatles schon seit 1966 keine mehr, Sgt. Pepper war so etwas wie eine fingierte Live-Show auf Platte. Das nächste Album sollte ein doppeltes werden. Die Beatles hatten 30 Stücke ausgewählt, einen wilden Mix aus verschiedenen Stilen, Gesellschaftskritik, Avantgarde und Nonsense. So stringent das Vorgängeralbum erschien, so planlos wirkte der Nachfolger. Das machte sich schon an der Hülle bemerkbar. Im Gegensatz zum bunten Pepper-Cover hatte das neue Album weder ein Motiv noch einen Titel. So wurde es als das &#8220;Weiße Album&#8221; bekannt.</p>
<p>Heute, 42 Jahre später, ist das &#8220;Weiße Album&#8221; &#8211; wie alles von den Beatles &#8211; ein Klassiker. Nun wurde das konzeptlose Album bühnentauglich gemacht, als wäre es nachträglich die Show, die Sgt. Pepper hätte werden können. Im Schauspiel Frankfurt singen und spielen sich fünf Schauspieler und vier Musiker durch die ganze Platte, allerdings in verkehrter Reihenfolge und mit deutschen Texten.</p>
<p>Was nach einem gewagten Experiment klingt, funktioniert bemerkenswert gut. Vor einer Wand aus weißen Quadraten geben neun weißgekleidete Künstler auf der Bühne zum Besten, was viereinhalb Beatles in monatelanger Tüftelei im Studio vollbracht haben. Es beginnt am Ende mit &#8220;Good Night&#8221;, das noch einfach mit &#8220;Gute Nacht, schlaf gut&#8221; zu übersetzen ist. Doch dieses Schlaflied wird mit dem wilden &#8220;Helter Skelter&#8221; zu einem Medley verwoben. &#8220;Rauf und runter&#8221; heißt es in der deutschen Fassung, was der Achterbahn-Metapher immerhin sehr nahe kommt. Mit den übrigen Übersetzungen kann man sich meist gut anfreunden: &#8220;Honeypie&#8221; wird zur &#8220;Zuckermaus&#8221;, &#8220;While my guitar gently weeps&#8221; zu &#8220;Weil du niemals wirklich liebst&#8221;, &#8220;Bungalow Bill&#8221; zu &#8220;Reihenhaus Karl&#8221;. Nur &#8220;Happiness is a warm gun&#8221; klingt einfach besser als &#8220;Das Glück ist eine Hetzjagd&#8221;.</p>
<p>Das Arrangement der Musik ist bemerkenswert, weil es stark von dem des Albums abweicht: Schnelle Stücke werden langsam, langsame Stücke schnell. Neben Akustik- und E-Gitarre, Schlagzeug und Klavier, wird auf Keyboards, Cello, Kontrabass, Akkordeon, Mandoline, Ukulele und singender Säge gespielt. Selbst die Klangcollage &#8220;Revolution 9&#8243; ist kurz aus dem Off zu hören.</p>
<p>Die Schauspieler tanzen, hüpfen wild herum, spielen mit Cowboyhut oder Barock-Kostüm Szenen aus den Songs nach. Das wirkt oft lustig, meistens albern, aber es entspricht der Anlage des Albums, das genauso (selbst)ironisch daherkommt. Leider fehlt den Schauspielern bei manchen Stücken die Gesangsstimme mit Durchsetzungsvermögen, sodass sie von der Musik übertönt werden und die Texte schwer zu verstehen sind. Jedoch muss man der Inszenierung zugute halten, dass sie sich nie darum bemüht, das Original zu kopieren. Stattdessen lebt die Aufführung von der Frische der freien Interpretation.</p>
<p>&#8220;Das Weiße Album&#8221; bietet anderthalb Stunden prächtige Unterhaltung, die Lust macht, mal wieder das Original anzuhören und (vielleicht digital remastered) auf jeden Fall neu zu entdecken. Nach dieser Show dürften Inszenierungen von &#8220;Sgt. Pepper&#8221; und &#8220;Abbey Road&#8221; nicht fehlen. Oder wenigstens &#8220;Let It Be&#8221; &#8211; als Konzert auf dem Dach.</p>
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		<title>Der versteckte Appell</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 13:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Neulich an der Uni Frankfurt. Ein Plakat versucht mir etwas mitzuteilen: &#8220;Itso ktoma ke across&#8221; steht in großen Lettern untereinander. Was soll das? Ist das Japanisch? Offenbar geht es um die Uni-Wahlen, wie aus dem Kleingedruckten hervorgeht. Lange muss ich mich besinnen, was diese kryptische Aufschrift bedeutet. Dann wird es mir klar: &#8220;It&#8217;s Ok to [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/itsoktomakeacross.jpg" alt="itsoktomakeacross" title="itsoktomakeacross" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1533" /></p>
<p>Neulich an der Uni Frankfurt. Ein Plakat versucht mir etwas mitzuteilen: &#8220;Itso ktoma ke across&#8221; steht in großen Lettern untereinander. Was soll das? Ist das Japanisch? Offenbar geht es um die Uni-Wahlen, wie aus dem Kleingedruckten hervorgeht. Lange muss ich mich besinnen, was diese kryptische Aufschrift bedeutet. Dann wird es mir klar: &#8220;It&#8217;s Ok to make a cross&#8221; sollte es eigentlich heißen. Da ist wohl ein Designer etwas übereifrig gewesen, wenn man die Botschaft hinter dem Blickfang nicht versteht. Der alte Spruch &#8220;Geh wählen!&#8221; hätte es auch getan.</p>
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		<title>Die &#8220;Norbert-Wollheim-Universität&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 11:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
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&#8220;Deutschland denken heißt Auschwitz denken&#8221; stand im Dezember auf einem Transparent am Casino des Campus Westend. Was war da los? Bildungsstreik. Was hatte das miteinander zu tun? Nichts. Genausowenig wie das Anarchie-Symbol, das gleich daneben hing. Zu allem Überfluss wurde die Frankfurter Goethe-Universität in &#8220;Norbert-Wollheim-Universität&#8221; umbenannt, was die Erinnerung an den November 2008 weckte, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/goethe_uni_1.jpg" alt="Goethe Universität Frankfurt. Bild von Lukas Gedziorowski" title="Goethe Universität Frankfurt. Bild von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1519" /></p>
<p>&#8220;Deutschland denken heißt Auschwitz denken&#8221; stand im Dezember auf einem Transparent am Casino des Campus Westend. Was war da los? Bildungsstreik. Was hatte das miteinander zu tun? Nichts. Genausowenig wie das Anarchie-Symbol, das gleich daneben hing. Zu allem Überfluss wurde die Frankfurter Goethe-Universität in &#8220;Norbert-Wollheim-Universität&#8221; umbenannt, was die Erinnerung an den November 2008 weckte, als man das &#8220;House of Finance&#8221; für den Moment der Randale &#8220;Karl-Marx-Haus&#8221; umtaufte. Wie diese Aktionen endeten, ist bekannt: Mit Zerstörung und Gewalt. Diejenigen, die Bildung wollten, haben sich der Unkultur schuldig gemacht. Der &#8220;Bildungsstreik&#8221; ist gescheitert.</p>
<p><span id="more-1488"></span></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/goethe_uni_2.jpg" alt="Goethe Universität Frankfurt. Bild von Lukas Gedziorowski" title="Goethe Universität Frankfurt. Bild von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1520" /></p>
<p>Doch noch immer belagern die Bildungsstreikenden das Foyer des ehemaligen IG-Farben-Gebäudes. Noch immer finden &#8220;Workshops&#8221; statt, die sich mit der Überwachung auf dem Campus und mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit, aber sich nur am Rande mit dem eigentlichen Problem, der BILDUNG, beschäftigen. Schließlich pflegen diese selbsternannten Studentenvertreter noch immer die Unart, von der &#8220;Norbert-Wollheim-Universität&#8221; zu sprechen. Norbert Wollheim (1913-1988) war in Auschwitz Zwangsarbeiter für die IG-Farben. Nach dem Krieg verklagte er den Konzern erfolgreich auf Schadenersatz und legte damit den Grundstein für weitere Entschädigungszahlungen für die Opfer. Über sein Engagement für eine bessere Bildungspolitik ist jedoch nichts überliefert.</p>
<p>Nun soll nach Ansicht mancher Studenten die Universität nach Wollheim benannt werden. Vor einer Woche wurde eine solche Universität sogar <a href="http://www.youtube.com/watch?v=qdVnbcUjST4"><strong>&#8220;wiedereröffnet&#8221;</strong></a>. Die Initiative läuft im Rahmen des &#8220;Bildungsstreiks&#8221;. Mittlerweile hat die Aktion auch einen eigenen <a href="http://norbertwollheimuniversitaet.blogsport.de/"><strong>Blog</strong></a>.</p>
<p>Darauf ist in der Rubrik &#8220;Was ist die NWU?&#8221; zu lesen, dass es eigentlich um ein &#8220;alternatives Bildungsprogramm&#8221; gehen soll. Und wieder stellt sich die Frage: Was hat die Bildungspolitik mit der &#8220;NS-Geschichte des neuen Campus&#8221; zu tun? Nichts. Wieder werden zwei Themen zusammengeschmissen, die von der eigentlichen Diskussion ablenken und Studenten vergraulen, die sich vielleicht für das eine, aber nicht für das andere interessieren.</p>
<p>Eine Notwendigkeit, den Namen zu ändern, besteht nicht. Goethe macht sich als Namenspatron eigentlich immer noch ganz gut. Soweit wir wissen, war er nicht in den Holocaust involviert, nein, er war noch nicht einmal Parteimitglied oder bei der SS. Hinter der Umbenennung steht etwas ganz anderes als Gedenkkultur und Geschichtsbewusstsein. Die Verantwortlichen instrumentalisieren das hochsensible Thema als Vehikel für ihre Propaganda. Und so laufen Workshops zu allen möglichen Themen unter dem Deckmantel der Erinnerungskultur.</p>
<p>Es wird der Uni-Leitung vorgeworfen, den Bezug des Campus Westend zu den Nazis zu vertuschen und die Bezeichnung &#8220;IG-Farben-Gebäude&#8221; durch &#8220;Poelzig-Ensemble&#8221; (nach dem Architekten) ersetzt zu haben. Das ist Unsinn. Noch immer ist &#8220;IG-Farben&#8221; der geläufigere, weil eindeutigere Begriff. Das hat wohl vor allem seinen Grund darin, dass man ständig an die Vergangenheit des Gebäudes erinnert wird: Vor dem Haupteingang steht eine große Gedenktafel, im ganzen Haus hängen Infotafeln zur Geschichte des Gebäudes als Dauerausstellung, zu der es auch eine Broschüre und ein Begleitbuch gibt, und in einem ehemaligen Pförtnerhaus ist seit einem Jahr das &#8220;Norbert-Wollheim-Memorial&#8221; eingerichtet, in dem man sich den ganzen Tag über aus erster Hand informieren kann. Was will man mehr?</p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/goethe_uni_3.jpg" alt="Norbert Wollheim Memorial. Bild von Lukas Gedziorowski" title="Norbert Wollheim Memorial. Bild von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1521" /></p>
<p>Manchen ist es offenbar ein Sakrileg, dass die Universität überhaupt in das Gebäude eingezogen ist. In Flyern, die immer wieder von Unbekannten an die schwarzen Bretter gehängt wurden, war vom &#8220;Fluch der braunen Mordburg im Frankfurter Grüneburgpark&#8221; zu lesen. &#8220;Die Brutalarchitektur der Nazis hat sich an der expressionistischen Architektur des Hans Poelzig orientiert&#8221;, heißt es darin. &#8220;In diesem Gebäudekomplex zu studieren, der bereits zweimal von notorischen Kriegsverbrechern genutzt wurde, kommt einer Generationen übergreifenden Strafe gleich, die an diesem verfluchten Ort das lange Siechtum der deutschen Kultur sichtbar werden läßt.&#8221; Solche Wortexkremente mögen vielleicht von einer seltenen extremen Form des Schwachsinns zeugen, aber leider werden solche Stimmen immer lauter &#8211; ohne dass sie repräsentativ wären.</p>
<p>Aber wieder zurück zu gemäßigteren Tönen: Bei aller Erinnerungskultur darf man nicht vergessen, was das Gebäude und das Gelände heute sind: Ein Campus. Und als solcher ist er zuerst eine Denk- statt einer Gedenkstätte. Das Haus ist kein ehemaliges Konzentrationslager, sondern ein Bürogebäude. Welche bessere Verwendung kann es dafür geben, als hier die Bildung gedeihen zu lassen, damit sich die Geschichte im Schlechten nicht wiederholt? Die derzeitige Lösung ist ein gelungener Kompromiss zwischen Geschichtsbewusstsein und Zukunftsorientierung. Das sollten sich mal manche durch den Kopf gehen lassen. Aber das scheint aussischtslos angesichts einer Aktion, die &#8220;Bildungsstreik&#8221; heißt. Denn wenn Bildung streikt, dann versagt vor allem das Denken.</p>
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		<title>Irgendwas mit Obst</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 17:19:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
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Heute hat ein neuer Laden auf der Frankfurter Fressgass eröffnet. Großer Ansturm, Gratis-T-Shirts, Absperrgitter. Was das für ein Laden war? Um es mit Forrest Gump zu sagen: &#8220;Irgendwas mit Obst&#8230;&#8221;
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/obst_apple.jpg" alt="obst_apple" title="obst_apple" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1502" /></p>
<p>Heute hat ein neuer Laden auf der Frankfurter Fressgass eröffnet. Großer Ansturm, Gratis-T-Shirts, Absperrgitter. Was das für ein Laden war? Um es mit Forrest Gump zu sagen: &#8220;Irgendwas mit Obst&#8230;&#8221;</p>
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		<title>Avatar &#8211; Der zweite Versuch</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 09:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[dystopie]]></category>
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Während die Hysterie um James Camerons Avatar um sich greift, ist nun ein Film in die Kinos gekommen, der sich des Themas &#8220;künstliche Identität&#8221; ernsthafter annimmt: Surrogates &#8211; Mein zweites Ich. Eine Gegenüberstellung von Utopie und Dystopie.

Nun, da James Cameron seine Büchse der Pandora geöffnet hat, verspricht Avatar der erfolgreichste Film aller Zeiten zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/avatar_blau.jpg" alt="Avatar" title="Avatar" width="500" height="281" class="alignright size-full wp-image-1477" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2010/01/surrogates_rot2.jpg" alt="Surrogates" title="Surrogates" width="500" height="271" class="alignright size-full wp-image-1478" /></p>
<p><strong>Während die Hysterie um James Camerons <em>Avatar </em>um sich greift, ist nun ein Film in die Kinos gekommen, der sich des Themas &#8220;künstliche Identität&#8221; ernsthafter annimmt: <em>Surrogates &#8211; Mein zweites Ich</em>. Eine Gegenüberstellung von Utopie und Dystopie.</strong></p>
<p><span id="more-1470"></span></p>
<p>Nun, da James Cameron seine Büchse der Pandora geöffnet hat, verspricht <em>Avatar </em>der erfolgreichste Film aller Zeiten zu werden. Damit ist er mit <em>Titanic </em>und <em>Fluch der Karibik 2</em> in guter Gesellschaft, denn die Liste der höchsten Einspielergebnisse repräsentiert nicht gerade den Kanon der Filmgeschichte &#8211; schon allein weil die meisten der Filme aus den letzten zehn Jahren stammen.</p>
<p>Die FAZ widmete <em>Avatar </em>bereits drei Mal den Aufmacher im Feuilleton. Zuerst wurde der Film in seiner Bedeutung mit <em>Citizen Kane</em> verglichen, dann wollte man eine neue Frauenrolle darin erkannt haben. Schließlich wurde die Rezeption in China und den USA gegenübergestellt. Während die Regimekritiker in China den Film feiern, weil er sie auf Ideen bringt, werfen die Konservativen in den Vereinigten Staaten dem Film &#8220;Antiamerikanismus&#8221; vor. Avatar mag vieles sein: Spektakel, Hingucker, Materialschlacht, Popcornkino. Aber die Debatte um diesen Film zeigt vor allem eins: Er ist völlig überschätzt. </p>
<p>Es wurde bereits kritisiert, James Cameron hätte bei <em>Pocahontas </em>oder <em>Der mit dem Wolf tanzt </em>geklaut. Doch diese Verweise allein sind noch nicht der Rede wert, da man mit solchen Argumenten die meisten Filme auseinandernehmen könnte. Tadelnswert ist an <em>Avatar </em>vor allem, dass die Handlung vorhersehbar ist, völlig ohne Überraschungen auskommt und nur Stereotypen auftreten lässt. Da haben wir den zynischen Draufgänger, der sein weiches Herz entdeckt, wir haben den bösen Militär-Heini, der die Ausgeburt an Testosteron verkörpert, es gibt eine &#8220;Dian Fossey&#8221;-Figur (nicht zufällig verkörpert von Sigourney Weaver) und natürlich gibt es die schöne, leidenschaftliche, exotische Frau, die den Helden die Seiten wechseln lässt.</p>
<p>Schließlich ist die lahme Konstruktion verpackt in viele bunte Bilder und krachende Action-Szenen. Es gibt viele Monster zu sehen wie bei Peter Jacksons <em>King Kong</em> und Roboter wie bei <em>Terminator &#8211; Die Erlösung</em>. Der Kampf zwischen den Eingeborenen und den Menschen ist natürlich auch ein Kampf zwischen Natur und Technik, und erinnert zudem stark an <em>Die Rückkehr der Jedi-Ritter</em>, in dem die kleinen Ewoks-Teddys dem Imperium den Garaus machen. Zu alldem darf auch die Öko- und Friedens-Botschaft nicht fehlen: Schützt die Natur und seid nett zueinander. Die kommt zwar etwas zu plakativ daher, ist aber immer noch besser als völliger Effekte-Nonsens, bei dem man sich fragt: Was soll das alles eigentlich? Und in &#8220;Zeiten wie diesen&#8221; könnte man den Film sogar für seine Aufklärungsarbeit am Publikum loben.</p>
<p>Ach ja: Für alle, denen die vielen bewegten bunten Bilde nicht reichen, und für alle, die schon immer die Räumlichkeit im zweidimensionalen Medium Film vermisst haben, gibt es neben dem Raumklang Dolby 5.1 noch den visuellen 3D-Effekt. Die fehlende ihnhaltliche Tiefe des Films kann dieser aber nicht wettmachen.</p>
<p>Worüber kaum jemand ein Wort verliert, ist der Titel des Films und seinen Bezug zur Handlung. Avatar heißt &#8220;Herabkunft&#8221; und bezieht sich auf die körperliche Manifestation einer Gottheit auf der Erde. Avatar meint aber im digitalen Kontext den künstlichen, also virtuellen Stellvertreter einer lebenden Person. Der Avatar-Held im Film ist beides: Herabgestiegener einer fremden Welt und zugleich ein Mensch in einer künstlichen Hülle. Diese Hülle ist tückisch: Sie lässt den querschnittsgelähmten Helden wieder laufen und schließlich tauscht er seinen echten, defekten Körper endgültig gegen seine künstliche Inkarnation ein &#8211; wie schön, wenn das so einfach wäre. Unter diesem Blickwinkel zeigt sich &#8220;Avatar&#8221; als das was es ist: Reiner Eskapismus. &#8220;World of Warcraft&#8221; mit Botschaft. Der Planet Pandora wird zum Sinnbild der Weltflucht. Hier kann man jemand anderer sein, ein Held. Der Vorwurf, der <em>Star Wars Episode I</em> gemacht wurde, der Film gleiche einem Computerspiel, trifft am besten auf <em>Avatar</em> zu. </p>
<p>Der Film <em>Surrogates </em>wird seinem Titel in einer anderen Weise gerecht. In naher Zukunft gehen die Menschen nicht mehr aus dem Haus, sondern steuern von dort aus Roboter, durch die sie leben. Diese &#8220;Surrogates&#8221; (Ersetzungen) sehen ihren Operatoren oft ähnlich, stellen aber immer ein Idealbild der Menschen dar. Sie sind so, wie die Menschen sein wollen aber nicht sein können. Bruce Willis spielt die Hauptrolle in dieser Schönen Neuen Welt. Als Polizist versucht er eine Waffe ausfindig zu machen, mit der man nicht nur die Surrogates zerstört, sondern auch die jeweils steuernden Menschen tötet.</p>
<p><em>Surrogates </em>folgt dem klassischen Schema von Dystopien. Der Film überspitzt eine Tendenz der Gegenwart, in der Menschen bei &#8220;World of Warcraft&#8221; heiraten und sich von den Massenmedien diktieren lassen, wie sie auszusehen haben. Mit dieser Vision wird der Entfremdung der Menschen voneinander durch &#8220;künstliche Identitäten&#8221; eine Absage erteilt. Leider wird das hier ebensowenig subtil gemacht wie bei Avatar, leider entbehrt auch <em>Surrogates </em>der innovativen, überraschenden Ideen. Und trotzdem: Hier endet die Weltflucht nicht im Traumreich, nicht auf fernen Planeten, nicht in der Matrix oder im Paradies sondern in der Realität &#8211; der immer noch besten aller Welten.</p>
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		<title>Rom &#8211; Die Stadt der Engel</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 11:51:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>The Luke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die Engel von Rom. Eine Galerie.














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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel11.jpg" alt="Foto von Lukas Gedziorowski" title="Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1361" /></p>
<p><strong>Die Engel von Rom. Eine Galerie.</strong></p>
<p><span id="more-1351"></span></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel8.jpg" alt="Santa Maria del Popolo. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Santa Maria del Popolo. Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1358" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_michael1.jpg" alt="Castel Sant Angelo. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Castel Sant Angelo. Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1354" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel4.jpg" alt="Engel im Vatikan. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Engel im Vatikan. Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1355" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel12.jpg" alt="Pantheon. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Pantheon. Foto von Lukas Gedziorowski" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1362" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel1.jpg" alt="Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1352" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel5.jpg" alt="Amor, Musei Capitolini. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Amor, Musei Capitolini. Foto von Lukas Gedziorowski" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1356" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel3.jpg" alt="Foto von Lukas Gedziorowski" title="Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1365" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel6.jpg" alt="Engelsbrücke. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Engelsbrücke. Foto von Lukas Gedziorowski" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1357" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel7.jpg" alt="Castel Sant Angelo. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Castel Sant Angelo. Foto von Lukas Gedziorowski" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1359" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel10.jpg" alt="Foto von Lukas Gedziorowski" title="Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1360" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel9.jpg" alt="Pantheon. Foto von Lukas Gedziorowski" title="Pantheon. Foto von Lukas Gedziorowski" width="333" height="500" class="alignright size-full wp-image-1366" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel2.jpg" alt="San Paolo fuori le Mura. Foto von Lukas Gedziorowski" title="San Paolo fuori le Mura. Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="428" class="alignright size-full wp-image-1353" /></p>
<p><img src="http://www.theluke.de/Wordpress/wp-content/uploads/2009/09/rom_engel13.jpg" alt="Foto von Lukas Gedziorowski" title="Foto von Lukas Gedziorowski" width="500" height="333" class="alignright size-full wp-image-1423" /></p>
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